Offtopic - Übers Bloggen mit Kind und innere Balance

20:36:00

In den letzten beiden Wochen war es ziemlich ruhig auf meinem Blog. Ich habe mir eine kleine Auszeit genommen, die mir unheimlich gut getan hat. 

Wie ihr wisst habe ich zwei kleine Zwerge und mein Alltag sieht immer anders aus. Wo ich am Abend vorher für den nächsten Tag nach der Arbeit noch einen kleinen Ausflug in den Park geplant habe, sitze ich am nächsten Tag mit einem fiebernden Zwerg beim Kinderarzt. 

Beträge bis tief in die Nacht schreiben oder sogar vorbloggen? Puh, schwierig. Manche Posts werden erst in Etappen fertig. Ganz in Ruhe Fotos machen und diese danach bearbeiten? Klappt oft nicht. Ganz ehrlich, ich bin zwar mit dem Ergebnis meiner Fotos meist zufrieden aber oft wünschte ich mir "mehr". Bilder mache ausschließlich tagsüber, während die Zwerge durchs Haus toben oder von ihrem Papa betüdelt werden. Dabei besitze ich eine ganz tolle Fotobox, die es mir erlaubt auch nach 22 Uhr Bilder zu schiessen. Lege ich los, werde ich meist wieder schnell unterbrochen ;-) Kinder haben dieses gewisse Timing immer genau dann etwas von einem zu wollen, wenn man grad denkt "Jetzt könnte ich mal eben..." Bei Tragebildern von aufwendigen Looks bin raus.


Ich liebe das Bloggen, sehe es nach wie vor als Herausforderung, als etwas "eigenes" und als Ausgleich zu Job, Kindern und was sonst so anfällt. Es ist schön zu sehen, wenn Beiträge angeklickt werden, Kommentare eintrudeln und ein Austausch mit euch stattfindet. Ich freu mir echt nen Keks darüber! Danke euch dafür :-) 

Gerne würde ich euch
viel mehr Tragefotos präsentieren  aber noch ist das nicht möglich.  Jetzt sehe ich das lockerer aber zu Beginn meiner Bloggerzeit war das für mich ein echtes Problem. Manchmal machte ich mir selbst totalen Druck und wollte unbedingt viele Beiträge innerhalb einer Woche veröffentlichen. Bestenfalls lange Posts, mit vielen tollen Bildern und dem ganzen "Gedöns". Und natürlich ausführlichen Erklärungen zu Inhaltsstoffen. Genau das, was ich bei meinen lieben anderen Blogger-Kolleginnen so gerne sehe. Damals wie heute schwierig.  Mit INCIs kenne ich mich mittlerweile besser aus, allerdings dauert es immer noch ewig INCI-Listen zu zerpflücken. Darum wird es weiterhin eher "Oberflächlich" zugehen. Wobei das auch nicht der passende Begriff ist. Ihr versteht schon was ich meine ;-)

Um mir den Druck selbst zu nehmen gönne ich mir auch mal Auszeiten vom Schreiben. Energie tanken, die innere Balance finden, auf andere Gedanken kommen, weg von "Ich hab grad ne halbe Stunde Zeit, da könnte ich doch eben mal was schreiben." Nee, kann ich jetzt nicht! Es gibt wichtigeres! Am liebsten bin ich in der Natur, mache lange Spaziergänge mit den Kindern und lasse mich von ihren quirligen Gedanken treiben. Das tut gut und hilft ungemein. 


Mit der Zeit habe ich auf diese Weise wirklich gelernt entspannter mit meinem Blog umzugehen und kann auch mal loslassen. Die Sommerpause im letzten Jahr z.B. tat mir unheimlich gut.  Mal einen Gang zurückschalten, das schlechte Gewissen dem Hobby gegenüber ablegen und ganz in Ruhe einen Tee trinken heißt die Devise. Denn es manchmal gibt es weitaus wichtigere Themen als Schminke und Co. 

Wie sieht es bei euch aus? Macht ihr euch selbst Stress beim Schreiben oder seid ihr da total entspannt und bloggt wenn es grad passt?  

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8 Kommentare

  1. Bei mir ist der Job das Kind ;) - da weiß man auch nicht wie sich die Tage gestalten und ein freier Tag kann sich schnell mal zu einem Home Office Tag entwickeln. Zudem muss ich ja auch an Wochenenden und Feiertagen arbeiten. Den Druck kann ich gut nachvollziehen: ich möchte auch immer alles besser und toller machen, aber irgendwie kommt dann das Leben dazwischen. Und das ist ja eigentlich auch ganz gut so. Ich habe mir für mich klar gemacht, was ich mit dem Blog möchte: Spaß und einen Ausgleich haben. Mir geht's nicht darum, irgendwann damit Geld zu verdienen oder PR-Samples oder Kooperationen an Land zu ziehen. Ich möchte mich nicht verpflichten. Für mich die beste Entscheidung, denn seitdem kann ich viel entspannter Bloggen. Lieber mit Freunden treffen statt Posts verfassen? Kein Problem...es ist ja schließlich nur mein Hobby.

    Ich bewundere Dich übrigens schon lange dafür wie gut Du das mit den Zwergen und dem Bloggen schaffst!

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    1. Liebe Sandra,
      das frag ich mich ehrlich gesagt auch manchmal :-D Ohne meinen Mann und mein Smartphone (ein Hoch auf die Blogger-App), hätte ich besonders zu Beginn mit Baby nie die Zeit gehabt überhaupt mal einen vernünftigen Satz zu schreiben ;-) Aber ich wollte so gerne und es hat geklappt! Außer meinem Mann und ein paar Freundinnen weiß niemand von meinem Hobby. Die halten mich sowieso schon für total bekloppt, weil ich mir Morgens Crêpes zubereite :-)
      Soziale Kontakte nicht unter den Tisch fallen zu lassen ist so wichtig. Dich auch persönlich kennen zu lernen fand ich sehr schön. Ich hoffe sehr wir sehen und bald mal wieder!
      Mit dem eignen Blog Geld zu verdienen ist bestimmt ganz nett, allerdings möchte ich diese Verpflichtung auch nicht eingehen.
      Liebste Grüße
      Nicole

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  2. Ich schließe mich strawberrymouse an - bei mir ist das Kind das Studium + Nebenjob, was ja durchaus mal schlauchen kann und viel zeit fressen. Daher mache ich mir da gar keinen Druck mehr, mindestens x Postings die Woche verfassen zu müssen. Wenn ich zeit habe schieße ich einige Fotos und bearbeite die gleich, oder fange mit Blogentwürfen an. Das geschieht bei mir ebenfalls in Etappen. Ich schaue einfach, dann zu schreiben, wenn ich zeit habe. Passt schon =) Für mich ist das ja auch nur ein Hobby (und dann noch eins unter mehreren!).

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    1. Liebe Valandriel,
      das kann ich auch gut nachvollziehen. Besonders zu Prüfungszeiten weiß man oft nicht wo einem der Kopf steht. Du gehörst also auch zu den Etappenschreibern :-) Manchmal bin ich so im Flow und ärgere mich, wenn ich unterbrochen werde. Aber so ist das halt :-)
      Deine Neuigkeiten der Woche lese ich übrigens total gerne!
      Liebste Grüße
      Nicole

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  3. Liebe Nicole,
    ich glaube jeder, der nicht "nur" einen Blog hat (also Job, Kind, Studium) kann das mehr als nachvollziehen. Mein Job nimmt mich auch meistens mehr ein - 8-Stunden-Tage sind eher selten, meistens wird es mehr. Und verlieren will man sich selbst auch nicht und so trifft man sich mit Freunden, geht zum Sport und irgendwie ist da ja auch noch der ganz normale Alltagswahnsinn. Mit Kind kommt da nochmal ne ganz schön große Option dazu ;) Hut ab, dass Du das alles unter einen bekommst.

    Bei mir passiert es immer wieder, dass ich mir Druck mache, Beiträge schaffen will, aber einfach am Ende des Tages groggi bin oder ebenfalls raus möchte, was sehen will, weg vom Computer.
    Aber in letzter Zeit lässt das nach - es ist ein Hobby! Das soll Spaß machen und nicht noch eine zusätzliche Komponente im Leben, zu der man sich in irgendeiner Weise verpflichtet fühlen muss.

    Grünste Grüße

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    1. Liebe Kathleen,
      "Alltagswahnsinn" trifft es ziemlich gut :-D
      Sich einen Ausgleich von einem Vollzeitjob zu verschaffen ist auch oft nicht leicht. Es ist schön zu lesen, dass du dich durch das Bloggen mittlerweile auch nicht mehr so sehr gestresst fühlst. An sich zu denken und vor allem auch an seine Gesundheit, sollte an erster Stelle stehen. Zusätzlicher Stress durch ein Hobby ist nicht schön.
      Liebste Grüße
      Nicole

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  4. Liebe Nicole,
    ich glaube die meisten Bloggerinnen verstehen dich sehr gut, selbst ohne kindern ist das bloggen nicht immer realistisch. Ich blogge IMMER in Etappen, auch weil ich gar nicht so schnell schreiben kann ;) Daher bin ich wirklich sehr beeindruckt wie du das schaffst (sogar mit dem vivaness Besuch am Februar : )) Einfach toll! Ich schaffe das grade mit der Balance nicht sooo gut, aber das Bloggen macht mir grade auch sehr viel Spass. Dann kommt aber dafür das schlechte Gewissen, dass ich bei gutem Wetter auch mal rausgehen sollte (räusper :)). Also egal wie man's macht, das schlechte Gewissen nagt und der Tag ist zu kurz. Sei ganz lieb gegrüßt! Deine Liv

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    1. Liebe Liv,
      haha, geht mir genauso. In Etappen zu schreiben finde ich nervig aber es geht nicht anders.
      Ohne den Support meines Mannes hätte ich meinen Blog besonders in der Anfangszeit (mit Baby einen Blog zu starten, ist so ziemlich die bekloppteste Idee überhaupt) knicken können. Vom Besuch der Vivaness ganz zu schweigen. Ich bin ihm sehr dankbar für seine Geduld und sein Verständnis für mein Hobby.
      Das du gerne bloggst merkt man dir total an. Du hast einen sehr schönen und frischen Schreibstil. Deine Begeisterung für ein Produkt steckt mich jedes Mal an. Das ist fatal, liebe Liv ;-)
      Einen Tag mit mehr als 24h wünsche ich mir auch oft ... :-)
      Liebste Grüße
      Nicole

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